Vereinschronik

Vereinschronik

Lange vor der Gründung des Vereines war es der Wunsch von vielen Musikfreunden, eine eigene Kapelle im Ort zu wissen. Den Anstoß zur Gründung einer Musik hatten der damalige Hauptlehrer Karl Bleibler, der zu dieser Zeit auch schon den Sängerbund dirigierte, Fritz Roth und einige weitere Blasmusikfreunde gegeben. Für ihre Ideen konnten sie schnell weitere Anhänger begeistern. Die Gründungsversammlung war am 24.11.57. Eine Erste Satzung wurde ausgearbeitet, eine Vorstandschaft gewählt und Mitglieder aufgenommen, die Vereinsarbeit konnte beginnen.

 

Gründungsfoto 1957

 

Als Gründungsmitglieder sind eingetragen : Vorsitzender Fritz Roth, Stellvertreter Wilhelm Rais, Kassierer Helmut Scherer und Schriftführer Hans Knöpfle. Weitere Gründungsmitglieder sind Hans Haug, Lothar Schwenk, Hermann Knöpfle, Horst Heinzelmann, Hermann Rais und Bruno Schwarz. Lehrer Bleibler hatte sich bereit erklärt, die musikalische Leitung zu übernehmen. Gleich 24 aktive Musiker trafen sich zur ersten Probe, und mit viel Engagement, Ehrgeiz und Idealismus zog sich die Probenarbeit durch die Wintermonate. Jeder Musiker trug damals die Finanzierung seines Instrumentes noch selbst. Nach einem halben Jahr Probenarbeit war die Kapelle "reif" für den ersten Auswärtsauftritt, beim Jubiläumsfest des Musikvereins Römlinsdorf.Die Marschalkenzimmerner Bürger, die mit großem Interesse die Entwicklung des Vereins verfolgten, wurden schon zuvor mit Auftritten erfreut. Der Verein konnte nach Einjährigem Bestehen einen Mitgliederstand von 116 Personen aufweisen. Am 18. Februar trat er dem "Bund Süddeutscher Volksmusiker" bei. Von der ganzen Bürgerschaft mit Begeisterung gefeiert wurde das Gründungsfest vom 25.-27. Juli 1959. An ihm nahmen 17 Gastkapellen teil.In der Zeit vom 23.-24. Juli 1960 fand das Kreismusikfest statt. Vom 23.-24. Juni 1962 war die junge Kapelle Veranstalter eines großen Musikertreffens. Dort wurden erste freundschaftliche Bande mit dem Musikverein Thüringerberg in Vorarlberg geknüpft,  die über Jahre Bestand haben sollten. Im Juni 1964 war der Musikverein maßgeblich am großen Heimatfest beteiligt. Im Jahr 1965 legte Fritz Roth das Amt des Vorsitzenden nieder und neuer Vorstand wurde Roland Schuler. Mit dem Wegzug von Schulleiter und Dirigent Karl Bleibler verlor der Verein im gleichen Jahr auch seinen musikalischen Leiter.

 

Im Mai 1965 war die Kapelle gezwungen, einen neuen Dirigenten zu suchen, und in Hermann Bässler aus Fluorn hat man den Mann gefunden, der die musikalische Ausbildung und Leitung der Kapelle übernahm. Unter seiner Regie begann mit Gründung einer Jugendkapelle eine intensive Jugendarbeit. Ein Beweis der Aufwärtsentwicklung war die Teilnahme am Bezirksmusikfest mit Wertungsspielen am 25. Juni in Pfalzgrafenweiler. Schönster Lohn für die unermüdliche Probenarbeit war ein erster Rang in der Unterstufe. Ständig wuchs auch der Freundeskreis der Musikkapelle. Elf Gastvereine unterstützten das Fest zum zehnjährigen Bestehen im Juni 1968.  Fortgesetzt wurde in allen Jahren die Aufbauarbeit;

 

Gruppenfoto 1967

 

stets war eine Jugendkapelle in Ausbildung. Nachfolger von Hermann Bässler, der aus gesundheitlichen Gründen seine erfolgreiche Dirigentenarbeit in Marschalkenzimmern aufgab, war Manfred Gutgsell aus Schramberg.  Gutgsell, ein erfahrener, impulsiver Dirigent mit Vorliebe für konzertante Blasmusik formte die Musiker weiter.  Er stellte das Probensystem auf Registerproben um, und wen wundert´s, unter den Musikern trennte sich die Spreu vom Weizen, einige waren den Anforderungen nicht mehr gewachsen und hörten auf.

 

Gruppenfoto 1975

 

Aber Erfolge blieben nicht aus: ein jeweils erster Rang in der Mittelstufe 1976 in Gosheim und 1978 in Wellendingen. Im gleichen Jahr wurde die fünfte Jugendkapelle integriert, der Klangkörper erweiterte sich auf stattliche 43 Musiker. Im Mai 1979 trennten sich die Kapelle und Dirigent Gutgsell. Edmund Bantle aus Epfendorf betreute die Musiker ein halbes Jahr, bis Viktor Müller aus Sulz als Dirigent gewonnen werden konnte. Engagiert leitete der Sulzer 6 Jahre lang die Kapelle.

 

Der nächste Stabwechsel vollzog sich 1985 : Egon Zürn sprang ein, bis in Berthold Albrecht aus Dunningen ein neuer Dirigent gefunden werden konnte.

 

Gruppenfoto 1982

 

Albrecht legte besonderen Wert auf die Jugendarbeit, und so wurde 1986 eine neue Jugendkapelle gegründet. Albrecht arbeitete nicht nur mit der Kapelle intensiv und "schweißtreibend", er übernahm auch die musikalische Leitung der "Kleinen Besetzung" des Vereins. Die "Kleine Besetzung " war 1981 unter der Leitung von Siegfried Wöhr gegründet worden. Albrecht steigerte das musikalische Niveau der Truppe und sorgte für ein entsprechendes Repertoire.

 

In der Vorstandschaft gab es 1981 den zweiten Wechsel. Nach 16 Jahren, in denen er mit Idealismus und großem Einsatz dem Verein vorstand, sich bemühte, die Kapelle durch Gründung mehrerer Jugendkapellen ständig zu erweitern und ihr Niveau zu erhöhen, gab Roland Schuler sein Amt ab. Sein Engagement im Verein wurde dadurch jedoch nicht wesentlich geringer, lediglich verlagert. Als Helmut Rohm 1981 als Nachfolger im Vorsitz gewonnen werden konnte, wurde Schuler zum Jugendleiter gewählt. Ein Jahr zuvor war Karl Dieterle als zweiter Vorsitzender nach zwanzigjähriger Verantwortung ausgeschieden. Für ihn wurde damals Siegfried Wöhr gewählt. Vier Jahre lang führte Helmut Rohm mit klaren Zielvorstellungen und erfolgreich den Verein.
1985 gab er sein Amt an Georg Lamparter ab.

 

Gruppenfoto 1987

 

Nach acht Jahren bester Vereinsführung wurde im Januar 1993 Herbert Schuler von der Generalversammlung zum Nachfolger von Georg Lamparter bestimmt. Im Jahr 2000 übernimmt Martin Roth das Amt des 1. Vorsitzenden.Beim Amt des Dirigenten gab es ebenfalls noch einige Stabwechsel. Nach Berthold Albrecht übernahm der studierte Musiker Jacek Magiera den Musikverein Marschalkenzimmern. Unter seiner Leitung forcierte die Kapelle zum Vorreiter für moderne Blasmusik.  Magiera zeigte den Musikern allerdings auch ihre Grenzen auf, und so kam nach 6 Jahren nicht unerwartet dessen Rücktritt zum März 1993.  Dietmar Bender aus Bildechingen übernahm Pult und Dirigentenstock und führte die Kapelle zu einigen erfolgreichen Konzerten und Auftritten.

 

Gruppenfoto 1999

 

Nach den vielen Stabwechseln beim Amt des Dirigenten leitete ab 1997 Arne Schauer die musikalischen Geschicke des Vereins, bis im Jahre 2001 Jörg Lamparter zum Dirigent berufen wurde.

Mit Jörg Lamparter als Dirigent und Martin Roth als 1. Vorsitzenden sind wieder Kontinuität und Beständigkeit im Verein zu finden. Unter der Führung dieses Teams wird der Verein ein ganzes Jahrzent lang in ruhiger, sehr harmonischer und kameradschaftlicher Weise geführt und gelenkt.

 

Gruppenfoto 2006

 

Gruppenfoto 2012

Gruppenfoto 2012

2013:

Das Jahr 2013 ist von Veränderungen geprägt.

Zunächst stellt Martin Roth nach 13 Jahren sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung. Martin hat in dieser Zeit den Verein auf sehr freundliche, offene und souveräne Art zugleich gelenkt. Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl wurden unter seiner Führung ganz entscheidend gepflegt und verbessert.

Die Nachfolge von Martin Roth tritt im Januar 2013 Hansjörg Heinzelmann an. Als Jugendleiter konnte Hansjörg zuvor seine Fähigkeiten zur Führung des Vereins bereits unter Beweis stellen. Er geht mit gerade mal 25 Jahren als jüngster 1. Vorsitzender des Musikvereins Marschalkenzimmern in die Vereingeschichte ein.

Auch beim Dirigenten-Amt gibt es 2013 eine entscheidende Veränderung.

Jörg Lamparter übergibt nach 12jähriger Tätigkeit den Dirigenten-Stab an Andras Bori. Jörg bleibt dem Musikverein weiterhin treu verbunden. Er hat zwar den Dirigentenstab abgegeben, bleibt der Kapelle aber glücklicherweise als Posaunist, Schlagzeuger und vor allem auch als hervorragender Kumpel erhalten.

Im Februar 2013 übernimmt Andras Bori, hauptberuflicher Musiklehrer an der Musikschule "Hast Du Töne" in Fluorn-Winzeln, den Dirigentenstab.

2015:

Hansjörg Heinzelmann hat sein Amt als 1. Vorsitzender mit Souveränität gemeistert. Schon vom ersten Tag an hatte man das Gefühl, dass er seinen Aufgaben voll und ganz gewachsen war. Doch leider konnte er sich nach Ablauf seiner 2jährigen Amtszeit aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl stellen.

Die Suche nach einem 1. Vorsitzenden gestaltete sich schwierig. Es schien niemanden zu geben, der das Amt ausfüllen kann. Umso erfreulicher war die Entscheidung von Martin Roth, dass er sich erneut für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Verfügung stellt. Somit konnte auch die Generalversammlung 2015 mit der erfolgreichen Neuwahl der gesamten Vorstandschaft Vorstandschaft geschlossen werden. 

Die Kapelle freut sich sehr darüber, daß Martin das Amt des 1. Vorsitzenden erneut übernommen hat.